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"ZÄRTER NOCH ALS MÄDCHENWANGEN | STREICHL' ICH EIN GELIEBTES BUCH ..." ZUM VERHÄLTNIS ZWISCHEN BIBLIOPHILIE UND EROTIK

Eberhard Köstler

"Wir Bibliogreise wissen und träumen rückschmatzend noch von der Wollust frühdumpfen Umarmens der Diva Bibliophila."[1]

"Dem Buch werden heftig die Totenglöcklein geläutet, die Hiobsbotschaften über den multimedialen Analphabetismus häufen sich, das Lesen wird zum Privileg einer kulturellen Minderheit. Doch das Buch ist nicht nur Geisteswerk, es vermittelt nicht nur intellektuelle Inhalte, Information und Bildung, sondern es spendet auch sinnliches Vergnügen, eröffnet Abenteuer der Phantasie."[2]

Mit diesen Worten präsentiert sich die 1899 gegründete und gegenwärtig von Reinhard Wittmann geleitete "Gesellschaft der Bibliophilen" auf ihrer Internetseite. Bibliophilie versteht sich hier als Haltung, der es auf Sinnenfreude, gesteigerten Genuss, auf eine Hebung des Lebensgefühls ankommt.

Ist Bibliophilie also erotisch? Empfindet ein Buchliebhaber beim Sammeln und Betrachten seiner Sammlung Lust? Was ist eigentlich "erotisch"? Ein Antiquar ist wahrscheinlich nicht der geeignete Fachmann, um tiefschürfende philosophische und psychologische Fragen zu beantworten. Also muss eine laienhafte Annäherung für unser Thema wohl oder übel ausreichen.

Zunächst scheint klar zu sein: Erotik kann etwas mit Sex zu tun haben, muss es aber nicht. Andersherum wird ebenso ein Schuh daraus: Sex kann etwas mit Erotik zu tun haben, muss es aber auch nicht. Sex ist kein Ersatz für Erotik, Erotik ist kein Ersatz für Sex. Erotik ist aber immer ein Ausdruck der Lebensfreude, und ist überall da, wo uns etwas bewegt, erregt und befriedigt. Diese Vorstellung ist zumindest im europäischen Denken fest verwurzelt.

Für Platon ist Eros, der antike Gott der begehrlichen Liebe, die Personifikation des menschlichen Strebens nach dem Schönen, Wahren und Guten und der Helfer auf dem Weg zur Erkenntnis.

Sigmund Freud definiert Eros als menschlichen Lebenstrieb und damit als einen der beiden Primärtriebe, die das Verhalten des Menschen bestimmen. Sein Erosbegriff schließt alles ein, was auf Lustgewinn abzielt.

Goethe wird der verbreitete Ausspruch zugeschrieben: "Sammler sind glückliche Menschen." Der amerikanische Psychoanalytiker Werner Muensterberger geht hingegen in seiner brillanten Studie über das "Sammeln. Eine unbändige Leidenschaft" vom genauen Gegenteil aus. Für ihn sind Sammler im Grunde ihres Herzens unglückliche Menschen, die mit dem Sammeln die in ihrer Kindheit wurzelnden Ängste, Verletzungen oder Einsamkeitsgefühle bekämpfen. Jeder Sammler ist für ihn ein Don Juan, der seine unüberwindbare Einsamkeit durch das Aufsuchen und die Hingabe an immer neue Objekte seiner Lust und Liebe überwinden will:

"Die Vertracktheiten des Findens; das Entdecken und Erringen; die gelegentlich geschickten Schachzüge, die eingesetzt werden, um eine Anschaffung an Land zu ziehen; die zufälligen Umstände des geglückten Zuschlagens; die Energie, die zum Erwerb des Objekts aufgewendet wird; manchmal die Zeitverschwendung; das Beschäftigtsein mit der Herausforderung, mit Rivalität und Eifersucht - alle diese Gefühle haben der begeisterte Sammler und Don Juan miteinander gemein [...] Der unbewusste und ständige Drang treibt die Suche an - nach einer weiteren Frau bei Don Juan; nach einem weiteren Bild, einer weiteren Uhr oder Handschrift beim Sammler."[3]

Wir werden im Verlauf unserer Betrachtung wiederholt auf diese Parallelen zwischen Don Juan und dem Sammler zurückkommen.

Warum aber nimmt der Büchersammler oder Bibliophile unter allen Sammlern eine Sonderstellung ein? Weil das Buch ein Sammelgegenstand mit ganz außergewöhnlichen Eigenschaften ist.

Das Buch in seinen vielfältigen Erscheinungsformen als Manuskript, Rolle, Kodex etc. ist nicht nur Objekt sondern auch Symbol. Als Materialisationsform des Gedankens ist es Ausdruck der unio mystica zwischen Geist und Stoff. Der im Buch transportierte "Text" selbst ist immateriell, aber zur Weitergabe, besonders an nachfolgende Generationen, bedarf er des Stofflichen. Ohne Papyrus, Pergament, Papier, Tinte, Druckfarbe können Ideen nicht überliefert werden. Das Buch ist also ein physisches Objekt, das abstrakte Gedanken transportiert. Es ist gleichzeitig weniger und mehr als sein Inhalt. Das macht das Buch zum idealen Symbol, am augenfälligsten als "Heiliges Buch" oder "Heilige Schrift" im religiösen Zusammenhang. Hier wird das Buch durch die Einbindung ins Ritual zu einer Art Fetisch: durch Hochheben, Küssen oder etwa das Mitführen bei der Prozession. Auch bei Bücherverbrennungen dient das physisch verbrannte Buch als Symbol, wobei sich die Liebe dann allerdings ins Gegenteil wendet.[4]

Dass die Liebe gewisse Kunstfertigkeiten erfordert, bringt uns Ovid in seinem berühmten Lehrgedicht "Ars amandi "(auch „Ars amatoria") nahe.

Es ist das Verdienst des Bücher sammelnden Bischofs von Durham, Richard de Bury, Ovids methodische Liebeslehre erstmals auf Bücher übertragen und mit seinem um 1345 lateinisch verfassten "Philobiblon" das klassische Loblied auf das Buch gesungen zu haben. Zugleich lieferte er eine Rechtfertigungsschrift gegen den Vorwurf, das Anlegen einer privaten Büchersammlung sei ein unchristlicher egoistischer Zeitvertreib:

"Bücher zeigen uns die Toten, als sie noch lebendig waren; durch Bücher lässt sich die Zukunft gestalten; in Büchern werden Kriege erläutert und Friedensgesetze aufgestellt. Alle Dinge zerfallen mit der Zeit, Saturn verschlingt seine Kinder und aller Ruhm der Welt wäre begraben und vergessen, wenn Gott den Sterblichen nicht das Heilmittel des Buches gegeben hätte."[5]

Hier klingt bereits ein weiteres Grundmotive allen Sammelns an: der Wunsch, der Vergänglichkeit der Welt ein Schnippchen zu schlagen, indem man die vergänglichen Gegenstände für sich und die Nachwelt sammelt und bewahrt.[6]

Umberto Eco hat es in einem seiner zahlreichen Aufsätze über das Büchersammeln so ausgedrückt:

"Seit den Zeiten Adams lassen die Menschen zwei Schwächen erkennen, eine physische und eine psychische: Physischerseits müssen sie früher oder später sterben, psychischerseits missfällt ihnen das. Da sie der physischen Schwäche nicht abhelfen können, versuchen sie sich auf der psychischen Ebene zu entschädigen."[7]

Und zwar durch das Anlegen einer Sammlung, im Falle des bekennenden Bibliophilen Eco natürlich einer Büchersammlung. Das Zitat von Eco erinnert uns wieder an Freuds Lebenstrieb Eros, der uns im sinnlichen Vergnügen und im Lustgewinn den notwendigen Gegenpol zum Todestrieb "Thanatos" liefert.

De Burys "Philobiblon" war übrigens Jahrhunderte lang so gut wie vergessen und wurde erst von den Bibliophilen des 19. Jahrhunderts, die auf der Suche nach historischen Vorbildern waren, wieder neu entdeckt. Bis in ihre und sogar in unsere Zeit hinein ist Büchersammeln ja nicht in erster Linie privates Steckenpferd und Freizeitvergnügen:

Für die Fürsten war die Büchersammlung nur eines von vielen Mitteln, um durch Prachtentfaltung ihre Macht zu demonstrieren. Der Prunksaal der Wiener Hof- und heutigen Nationalbibliothek legt davon beredtes Zeugnis ab. Gelehrte und Professoren hingegen sammelten Bücher als notwendiges Arbeitsmittel für ihre Forschungen.

Die Bibliophilie oder was wir heute darunter verstehen, ist ein Kind des 19. Jahrhunderts und hat sich zunächst in Frankreich und England herausgebildet. 1812 wurde in England der "Roxburghe Club" gegründet, wenig später 1820 die "Société des Bibliophiles" in Paris. Wir wollen aber diese Entwicklungen weitgehend beiseite lassen und unseren Blick auf die deutsche Bibliophilie beschränken

Es ist vielleicht kein Zufall, dass die ersten Anstrengungen, so etwas wie Bibliophilie und eine Öffentlichkeit hierfür in Deutschland herzustellen, mit Sigmund Freuds scharfsinniger Analyse des menschlichen Trieblebens zeitlich in etwa zusammenfallen. Die Bibliophilie reagiert ganz im Sinne der Arts-and-Crafts-Bewegung auf das Verschwinden einer ganzheitlich handwerklichen Buchherstellung, Freud auf die psychischen Folgen der Entfremdung im industriellen Zeitalter. Einen Sammeltrieb sucht man allerdings in der Freudschen Psychoanalyse vergebens. Den gibt es nur bei Otto Mühlbrecht.

Otto Mühlbrechts Buch "Die Bücherliebhaberei in ihrer Entwicklung bis zum Ende des XIX. Jahrhunderts"[8] steht am Anfang der deutschsprachigen Literatur über Bibliophilie. Mühlbrecht (1838-1906) betrieb erfolgreich einen staatswissenschaftlichen Verlag in Berlin und entfaltete daneben eine reiche literarische Tätigkeit. Sein Buch erschien zeitgleich mit der Gründung der "Zeitschrift für Bücherfreunde" durch Fedor von Zobeltitz und führt diese vornehm ausgestattete Zeitschrift als Beweis an, "dass die Gemeinde der Bücherfreunde bei uns in einem erfreulichen Aufblühen begriffen ist"[9]. Als typischer Buchhändler beginnt er seine Arbeit mit einem Kapitel über den ideellen und materiellen Wert der Bücher. Erst danach geht er auf, wie er es nennt, "Specielle Richtungen der Bücherliebhaberei" ein:

"Die Bücherliebhaberei entspringt einem Antriebe, der bei jedem Menschen mehr oder weniger zum Ausdruck gelangt. Jedermann, ob alt oder jung, reich oder arm, hat die Neigung, irgend etwas zu sammeln. Je mehr dieser Neigung nachgegeben wird, umsomehr wächst der Eifer, der sich zuletzt bis zur Leidenschaft entwickeln kann [...] In der Bücherliebhaberei haben wir es mit zwei Gattungen von Sammlern zu thun, mit den Bibliomanen und den Bibliophilen. Der Bibliomane ist Sammler aus Leidenschaft, ihn interessieren an einem Buche die rein äußerlichen Eigenschaften [...] er sammelt kostbare Schätze, ohne sie zu benutzen, lediglich um sie zu besitzen [...] Der Bibliophile will die Bücher besitzen, weil er sie wegen ihres Inhaltes liebt, er schätzt sie mit Überlegung, oft mit Hingebung und Verehrung. Alle guten und schönen Bücher haben ein Anrecht auf sein Interesse, seine Bewunderung [...] er ergründet ein Buch bis in seine inneren Tiefen, presst den geistigen Saft für sich heraus und stapelt es in seinem Gedächtnis ebenso auf, wie in seiner Bibliothek."[10]

Hier tappt Mühlbrecht in eine, vielleicht sogar typisch protestantische, Falle. Er versucht die beim Buch untrennbare Einheit von Stoff und Geist zu spalten, um anschließend das minderwertige Äußerliche gegen wertvollen geistigen Gehalt auszuspielen. Diese Milchmädchenrechnung geht aber nicht einmal für den Autor selbst auf, der inkonsequenterweise gleich anschließend mit hoher Kennerschaft und größter Begeisterung über Luxusdrucke, breitrandige Drucke auf Velinpapier, limitierte Auflagen, Privatdrucke und wertvolle Einbände schreibt. Erst in einem späteren Abschnitt kommt er noch einmal auf die Psychologie des Sammlers zurück. Leidenschaft oder Erotik sind für Mühlbrecht aber auch dort Kennzeichen des verachtenswerten "Bibliomanen" im Gegensatz zum wahren Bibliophilen. Denn mit wachsender Leidenschaft verliert für ihn die "Liebhaberei ihren harmlosen Charakter". Als Beweis liefert Mühlbrecht einige wenig überzeugende Karikaturen. Da gibt es z. B. "eitle", "neidische" und "exklusive Bibliomanen" und da gibt es den "Schätzesammler", der seine Erwerbungen mit Niemandem teilen will, nur immer "stillvergnügt und liebkosend seine schönen Einbände" streichelt und dessen Sammlungen bisweilen Richtungen einschlagen, "die vom sittlichen Standpunkt aus betrachtet sehr bedenklich sind und das Tageslicht nicht immer vertragen"[11] - unüberhörbar ein Seitenhieb auf die Sammler von Erotica und Curiosa. Man ahnt: Mühlbrecht hätte die in unserem Titel gestellte Frage mit einem klaren "Nein" beantwortet.

Mühlbrecht bezieht sich in seinem Buch vielfach auf französische Vorgänger wie Paul Lacroix (1806-1884), der unter dem Pseudonym "Bibliophile Jacob" sehr erfolgreich publiziert hat. Das verwundert nicht weiter, wenn man bedenkt, dass die französische Bibliophilie der deutschen Entwicklung um mindestens fünf Jahrzehnte voraus war. Seit der Gründung der "Société des Bibliophiles" in Paris 1820 war eine Menge von einschlägiger Literatur erschienen. Wir können hier nur gleichsam im Vorbeigehen etwa auf Octave Mirbeau (1848-1917) mit seinen "Contes pour les bibliophiles" (1895) hinweisen oder auf Octave Uzanne, der für einen elitären Kreis von Bibliophilen Bücher herausgab, die von Félicien Rops, Paul Avril, Félix Vallotton und Albert Robida teilweise recht freizügig illustriert wurden.

Mit der Gründung der "Gesellschaft der Bibliophilen" und der Herausgabe der "Zeitschrift für Bücherfreunde" beginnt die eigentliche Ära der Bibliophilie in Deutschland. Zahlreiche regionale Gründungen von bibliophilen Gesellschaften folgten bald, etwa die "Gesellschaft der Münchner Bücherfreunde" und andere ähnliche Vereinigungen in Berlin, Leipzig, Wien oder Chemnitz. Die Gründung der Berliner Maximilian-Gesellschaft im Jahre 1911 bildet schon so etwas wie den Schlussstein des neuen Gebäudes für deutsche Bücherfreunde.

In den bibliophilen Gesellschaften wurde bis zu ihrem raschen Untergang bzw. ihrer Gleichschaltung 1933 der sinnliche Genuss auf allen Ebenen ganz besonders gepflegt. Gesellige Abende, Trinkgelage, Faschingsfeste, exzellente Speisen, schöne und luxuriöse Gelegenheitsdrucke, wertvolle Einbände, ja, auch der bibliophile Herrenwitz, das alles gehörte in den Programmen der bibliophilen Vereinigungen untrennbar zusammen. Das lebensfreudige München und seine bibliophilen Kreise waren und sind hierfür besonders bekannt.

Carl Georg von Massen (1880-1940) gilt als der spiritus rector der Münchner Bibliophilen. Er war gleichermaßen bekannt als Büchersammler (er selbst lehnte den Ausdruck Bibliophile als snobistisch ab), Gourmet, Gastrosoph, Verfasser schlüpfrig-erotischer Gedichte (natürlich unter Pseudonym), Bohemien und Jäger nach erotischen Abenteuern. Maassen war in München so berühmt-berüchtigt, dass Willy Seidel ihn als Büchersammler und Frauenheld in seinem 1930 erschienen Schlüsselroman "Jossa und die Junggesellen, ein heiterer Roman aus dem heutigen Schwabing" als Privatgelehrten und Weiberheld Ulrich von Uzbach auftreten lassen konnte.

In Erinnerungen mit dem Titel "Allotria" hat Maassens bibliophiler Freund und Weggenosse Rolf von Hoerschelmann das Gesellschaftsleben der Münchner Bücherfreunde beschrieben und Maassen wie folgt charakterisiert: "Die Seele aller dieser heiteren Unternehmungen war stets der Hoffmann-Forscher C. G. v. Maassen, der neben ernsthafter Forschung eine Lebensführung leidenschaftlichster Daseinsfreude betrieb. Die Bücher, die kleinen Mädchen und der Alkohol, sowie die geistreiche Mischung dieser Elemente gaben seinem Erdenwandel, der sich mehr des Nachts als bei Tage abspielte, das Gepräge."[12]

Viel mehr ist über Maassens oft kolportierte amouröse Abenteuer aus gedruckten Quellen nicht zu erfahren. Möglicherweise aber geben seine im Nachlass bei der Münchner Universitätsbibliothek liegenden Tagebücher hierüber näheren Aufschluss. Noch sind sie ein ungehobener Schatz. Seine Bergung ist aber von Reinhard Wittmann und dem Referenten bereits schärfer ins Auge gefasst worden.

Es scheint, dass bei Maassen, auch wenn er noch so vehement die Bezeichnung Bibliophile abstreifen möchte, um sich lieber Büchernarr und Gelehrter zu nennen, das Donjuaneske des Eroberns und Sammelns von Büchern und Amouren gleichermaßen eine enge Verbindung eingegangen ist. Er selbst hat in seinem Aufsatz "Geschwätzige Kleinode. Münchener Erinnerungen eines Büchersammlers" eine Episode aus seinem Sammlerleben geschildert, in der man Klimax und Höhepunkt auch als sexuelle Metapher verstehen kann. Höchstwahrscheinlich hat der Autor dieses sogar beabsichtigt:

"Die einzig glücklichen Menschen auf der Welt sind die Sammler [...] in München gab es einmal einen kleinen Antiquar im Hottergäßchen, der einen großen Teil seiner Bücherbestände in einem hohen Schacht, ich glaube, es war ein alter Kamin, himmelhoch aufgeschichtet hatte. Es gehörten die Fähigkeiten eines Bergkraxlers dazu, hier hineinzusteigen, und man war ständig in Gefahr, abzustürzen oder vom Steinschlag, das heißt also von herabstürzenden Büchern, erschlagen zu werden. Auf der hohen, schwankenden Leiter stehend, oder auch heraus stehende Bände als Stufen benutzend, musste man aus den aufeinandergestapelten Beständen die einzelnen Bücher mit Aufwand aller Kräfte herausziehen, wenn man sie in Augenschein nehmen wollte. Dabei stürzten einem Bücherlawinen über den Kopf, Staub und Russ rieselten über den neuen Sommeranzug - es war alles egal. Fiebernd schlug man die Titel auf, war enttäuscht, interessiert, beglückt, entzückt, je nachdem. Wie Spitzwegs Bibliothekar klemmte man die Bücher unter den Arm, zwischen die Beine, schob sie in die Taschen. Und wenn man endlich wieder mit feuerrotem Kopf und brennenden Augen aus der Höhe herunterkletterte, war man schwarz wie ein Moor, in Schweiß gebadet wie ein Schnellläufer und zu Tode ermattet, aber man war fast nach jeder solchen Exkursion restlos glücklich. Irgendetwas, das man seit langem gesucht hatte mit der Sehnsucht eines wahrhaft Liebenden, hatte man meistens gefunden."[13]

Wesentlich derber und handfester als bei dem feinen Genießer Carl Georg von Maassen scheint die Attitüde des bibliophilen Don Juan bei einem anderen Münchner Sammler ausgeprägt gewesen zu sein: bei dem legendären Universalsammler Anton Maximilian Pachinger (1864–1938). Pachinger sammelte nicht nur Bücher, sondern auch erotische Kleingraphik und Photographien, Wallfahrtsmedaillen und allerlei kulturhistorischen Schnickschnack bis hin zum Keuschheitsgürtel, für dessen Erlangung er nicht einmal vor einer Exhumierung zurückschreckte (er hatte sein heute noch in Linz erhaltenes Exemplar im Sommer 1889 bei Friedhofsarbeiten im Sarg und am Skelett einer vornehmen Dame aus der Zeit um 1600 gefunden und an sich genommen).

Die originellsten Schilderungen dieses schillernden Charakters hat uns sein Sammlerfreund Fritz von Herzmanovsky-Orlando hinterlassen. Hier eine kleine Kostprobe:

"Er sammelte [...] geradezu abstruse Dinge. So begegnete ich ihm einmal in einer regnerischen Sturmnacht in München, wo ihm ein Paket von Boreas entrissen wurde, in dem sich ein ausgestopfter Mops befand. 'Laß den Mist liegen', riet ich ihm. 'Wos? dees Prachstück liegen lassen? ean Mops von der Fanny Elßler gottselig! Dees is ja ein vatterländisches Monument ersten Ranges für an jeden Österreicher [...] Heiftig findst [...] in so an ausgstopften Mops an Liebesbrief! Vielleicht sind gar in dem da unbekannte Alterstorheiten vom Gentz verborgen! Weißt, so a Mops is eigentlich a Dukuman hümain [...]"[14]

Ein sympathischeres Bild des "Ohm Pachus", wie Pachinger genannt wurde, zeichnete Karl Wolfskehl 1928. Er nannte ihn "den König der Sammler [...] den großen Kenner aller volkskundlichen, kulturgeschichtlichen und Kunst-Antiquitäten Europas" und er schließt mit den Worten:

"Ja, ein Liebender ist er, unser Pachus, und die Freude am Alten, mit dem er sich kennerisch, wählerisch, sammlerisch umgibt, […] hat ihn allem Leben, auch dem greif-, fühl- und schmeckbarsten, nur näher gebracht."[15]

Was Wolfskehl damit gemeint haben könnte, wenn er konstatiert, die Freude am Sammeln habe Pachinger dem greifbaren Leben näher gebracht, wird klarer, wenn man einen Tagebucheintrag Franz Kafkas heranzieht. Kafka besichtigte zusammen mit seinem Freund Max Brod am Sonntag, dem 26. November 1911 in einem Prager Hotel Pachingers Erotika-Sammlung:

"Mit Max [Brod…] zu A. M. Pachinger. Sammler aus Linz, von Kubin empfohlen, 50 Jahre, riesig, turmartige Bewegungen [...] sein Leben besteht aus Sammeln und Koitieren. Sammeln: Mit einer Sammlung von Briefmarken fieng er an [...] Im übrigen sammelt er auch alles andere noch, sein Stolz ist ein Jungferngürtel [...] Er zieht seine Brieftasche und bewirft uns förmlich mit Exlibris [...] Er hat schon viel geschrieben, besonders über 'Mutterschaft in der Kunst' den schwangeren Körper hält er für den schönsten, er ist ihm auch am angenehmsten zu vögeln [...]"[16]

Kafka hat auch Pachingers wuchernde Potenzprahlereien und seine Vorliebe für "Rubensweiber" interessiert in seinem Tagebuch festgehalten. Zum Abschluss des Besuchs zeigt Pachinger dem jungen Dichter und Versicherungsangestellten auch noch seine Sammlung von Aktphotographien:

"Er zeigt Photographien seiner Lieblinge. Sein gegenwärtiger ist eine ältere Frau [...] Ein anderer Liebling ist jung, sein Bild ist nur ein Bild der aus der aufgeknöpften Blouse gezogenen langen Brüste […] Sehr ergiebiger Fasching in München. Nach dem Meldeamt kommen während des Faschings über 6000 Frauen ohne Begleitung nach München offenbar nur um sich koitieren zu lassen."[17]

Kafkas Notizen zu Pachinger sind auch deshalb bemerkenswert, weil er sich über sexuelle Themen sonst niemals derart drastisch geäußert hat. In seinen Schilderungen begegnet uns Pachinger als eine Person von manischer Besessenheit, sowohl in sammlerischer als auch in sexueller Hinsicht, und es scheint fast, dass sich beides bei ihm gegenseitig bedingt. Ganz offenbar war Kafka nicht nur von Pachingers erotischer Besessenheit fasziniert, sondern mehr noch von dessen unreflektierter und bedenkenloser Zielstrebigkeit.

Wesentlich sublimer als bei Maassen und Pachinger tritt uns der Zusammenhang zwischen Sammeln, Bibliophilie und Erotik bei Karl Wolfskehl entgegen. Er ist unser Haupt- und Kronzeuge für die genießerische Bibliophilie als Teil einer umfassenden, nach Lustgewinn strebenden Lebensfreude.

Übrigens hat Wolfskehl in den Münchner Neuesten Nachrichten Carl Georg von Maassens gastronomisches Vademekum "Weisheit des Essens"[18] eingehend rezensiert und damit den Gedanken der viel späteren "Slow-Food"-Bewegung bereits gültig formuliert. Vielleicht gestatten Sie mir diese vermeintliche Abweichung vom Thema. Wolfskehl schreibt in seiner Besprechung:

"Keiner der menschlichen Triebe hat es heute schwerer, alt erworbenen Adel zu behaupten, als der des Essens [...] das flugs und damit gleichgültig verschluckte, in den fest zusammenhängenden Tageslauf wie hineingepflöckte Kurzmahl oder der Biss unter der Arbeit sind notwendigerweise bar aller Weihe wie allen Genusses [...] Ob das öde und blöde Schlingen physiologisch heillos sei, weiss ich nicht: dass es das Dasein verdumpfe, das Leben entzaubere, also gefährde, ist gewiss, denn über Kalorien und Vitamine hinaus lebt in der Nahrung und in der Art ihrer Entgegennahme, ihrer 'Einverleibung', jenes unbegreifliche, zwischen Ding und Geist waltende fluidale Element, in dem das Geheimnis der Umwandlung vor sich geht, alle Dinge zu 'guten Dingen' werden und der Geist sich bindet und erhält."[19]

Nun sind wir auf dem Umweg über das Essen unversehens ins Zentrum der erotischen Bibliophilie und bibliophilen Erotik geraten, wie Wolfskehl sie verstand. Dem Geheimnis der Bibliophilie kommt man eben gerade nicht auf die Spur, wenn man, wie Mühlbrecht, versucht, äußere Gestalt und inneren Gehalt des Buches getrennt voneinander zu betrachten, sondern wenn man mit Wolfskehl begreift, wie es sich mit dem "zwischen Ding und Geist waltende(n) fluidale(n) Element, in dem [...] der Geist sich bindet" verhält.

Aus diesem Stoff sind denn auch die Beiträge zu Wolfskehls Sammelband "Bücher, Bücher, Bücher, Bücher. Elemente der Bücherliebeskunst" gemacht, der 1931 auf seine Anregung hin bei der Münchner "Rupprecht-Presse" erschienen ist - selbstverständlich in splendidestem Druck auf bestem Büttenpapier.

Den Auftakt bildet sein berühmter, 1930 für die Jahresversammlung der Gesellschaft der Münchner Bücherfreunde gedichteter, "Lobgesang" (vorher "Chor der Bücherwürmer"), in dessen zweiter Strophe er Bücherlust und Erotik eng miteinander verknüpft und die deshalb unserer Betrachtung den Titel geliehen hat:

"Zärter noch als Mädchenwangen | Streichl’ ich ein geliebtes Buch, | Atme bebend vor Verlangen | Echten Pergamentgeruch."[20]

Erotik, Genuss von Wein und Speisen und Bücherkult bilden für Wolfskehl keinen Widerspruch, keins eine Ersatzbefriedigung für das andere, sondern eine Einheit, ein Gesamtkonzept der Anverwandlung, ja Einverleibung der Welt durch das sensible Genießen ihrer Schönheiten. In diesem Sinne nennt er die Eingeweihten auch "Biblio-Erotiker" oder "Bücher-Amanten" und bezieht sich dabei ausdrücklich auf Ovids "Liebeskunst":

"Das Letzte bleibt wie immer unlehrbar [...] Dennoch wagen wir es, auf einige Urgesetze zu deuten, eine Art ars amandi librorum aufzuzeichnen, die dem Bibliophilen im Verkehr mit seinen Lieblingen diene - während freilich auch hier das echte Kamasutram, die Satzungen des Geheimordens der Biblio-Erotiker, nur in undeutlichen Umrissen ahnbar wird."[21]

So heißt es zu Beginn seiner "Bibliagogik".

Nun wird es praktisch: Wolfskehl empfiehlt, kleinere Schönheitsreparaturen selbst auszuführen, er behandelt das Aufstellen der Bücher im und das Herausnehmen aus dem Regal, ja, auch das richtige Aufschlagen des Buches wird gelehrt:

"Niemals zu weit" und "In freier Hand am besten überhaupt nicht. Man bette das Buch auf eine geeignete Grundfläche, öffne es in einem Winkel von nicht über hundertzwanzig Grad und stütze den aufgeschlagenen Deckel durch eine Widerlage. Soll es geöffnet bleiben, so lässt sich dies auch bei dieser Sperrweite durch den gleichmäßigen Druck einer sogenannten 'Lesewurst', eines nicht zu kurzen, mit Schrotkörnern halbstraff gefüllten, am besten aus glättestem Sammet oder Atlas gefertigten Beschwerers mühelos ermöglichen."[22]

Auch in dem folgenden Essay "Bücherfreuden" nimmt Wolfskehl den Ausgang seiner Betrachtung von den Geheimnissen, die ein altes, durch viele andere Hände gegangenes Buch umwittern und die nur durch erkennende Liebe gelüftet werden können:

"Der Umgang mit Büchern ist nur den wahrhaft Liebenden vergönnt und möglich. Es gibt einen echten Bücherkult, so wie es Frauendienst gibt und - seltener vielleicht - Bücherhände gleich wie Weinzungen. | Wahrlich! Hat man je den geborenen Buch-Amanten einen seiner Lieblinge mit zärtlich bebenden Fingerspitzen behutsam und kosend umfangen sehen? [...] hier spürt sich Leben an Leben heran, des Wagnisses bewusst, des Anschmiegens froh, der lautlosen Schwebeflamme heimlichster Wollust gewärtig [...]"[23]

Die Parallele zwischen Don Juan und seinem Ziel, möglichst viele Frauen zu verführen, und dem Bibliophilen und seinem Ziel, möglichst viele schöne Bücher zu erobern, ist Wolfskehl ebenfalls nicht fremd. Jede neue Eroberung, jede neue Erwerbung stärkt nur für kurze Zeit die Selbstbestätigung, schon bald nach der Eroberung und Inbesitznahme strebt der unruhige Sammlergeist nach neuen, ihm anfangs unerreichbaren Zielen. Eine dauerhafte Bindung an ein Objekt ist ihm versagt. Der Jäger und Sammler observiert, pirscht und erlegt - danach beginnt das Spiel von Neuem. Die erjagten Trophäen bilden dann die Sammlung, in unserem Fall einen Harem voller williger Sklavinnen der Bücherlust. In diesem Licht besehen erscheint es sogar folgerichtig, dass der alternde Casanova eine Stelle als Privatbibliothekar annahm, denn augenscheinlich war er durch seine Lebenserfahrung zu einer solchen Aufgabe qualifiziert. Wolfskehl formuliert das so:

"Ein Buch ist wie ein Haremsschöne, die erst nach tausendfachem Zurüsten, gebadet, durchknetet, besalbt, wohlausgeruht und mit zarten Würzen sinnenhaft erschlossen, der Arme des Gebieters würdig ist. Bei uns sind liebender Grossherr und wissende Duenna [Hüterin] ein und dieselbe Person, die das eine im andern wirkt und geniesst." (GW II, 494). Oder an anderer Stelle: "Das Zusammenleben mit den Schätzen erweckt an sich schon eine zart erotische Atmosphäre, zeitigt und erhält einen friedlichen polygamen Liebesgenuss nach dem Sinne des 'Viele Frauen hast und Ruh im Hause' in Mohammeds Paradies."[24]

Das geheimnisvolle Verhältnis zwischen Bibliophilie und Erotik hat Wolfskehl wohl von allen Schriftstellern am treffendsten durchleuchtet. Seine Aufsätze bilden zusammengenommen eine "ausdifferenzierte Theorie des Buches", wie es Andreas Kilcher nennt.[25] Das Buch ist für Wolfskehl der "Leitstern" seines Lebens gewesen.

Die Stimme Wolfskehls mit der für ihn typischen Emphase, klingt zu uns aus einer untergegangenen Zeit herüber, einer "Welt von Gestern". Der Dichter selbst musste den Untergang dieser Zeit und Welt miterleben. Nur ein  Jahr nach der Herausgabe seines bibliophilen Sammelbandes erschien im „Jahrbuch deutscher Bibliophilen“ für 1932/33 sein Aufsatz "Beruf und Berufung der Bibliophilie" als Abgesang auf eine Ära:

"Die Zeit des Sammelns aus Überfluss, Musse oder Prunksucht ist vorbei. Sie ist vorbei, gewiss und auf immer [...] Zu oft habe ich vom alten Buch als von einer durch manche Zeiten und Hände gegangenen Wesenheit gesprochen, als dass ich heute noch dabei zu verweilen hätte. Vielleicht doch waren die Folgerungen, die ich zog, zu spielend, zu liebhaberisch. Wer jetzt noch vom Eros des Büchersammelns, Bücherliebens, Bücherumschwärmens zu künden wagt, verwirkt nicht nur die Achtung der dröhnend brutalen Zeitherren, was verschmerzen könnte, sondern sein eigenes Gewissen warnt ihn wie vor einem verbotenen, wenn auch, ach, so unentrinnbaren, ach so süssen Fehl. Nichts, was geschieht, darf mehr den 'zarteren Genien des Lebens' dienen."[26]

Hier geht es Wolfskehl um Ernsteres als das heitere Liebesspiel, nämlich um die Rettung des bedrohten Kulturgutes Buch vor dem Zugriff "parteipolitischer Tagesnormen" und vor der Zerstörung des Buches als historisches Gedächtnis durch den von ihm vorhergesehenen Krieg. Da die öffentlichen Bibliotheken unter dem politischen Druck ihre Aufgabe nicht mehr erfüllten, sollten nach Wolfskehls Vorschlag die deutschen und österreichischen Bibliophilen in ihrer Arche den Bestand an Buchgut selbständig sichern. Bibliophilie ist vor diesem Hintergrund nicht mehr Genuss, sondern Rettung vor dem drohenden Untergang:

"Jeder wahre Bibliophile ist ein Priester am Geiste. Was er in den Katakomben seiner Liebe birgt, ist nicht nur äußerlich vorm Untergange geschützt [...] Wo sind die letzten Schatzhüter und Buchwarte? Ihnen gilt unser Ruf und unsre Zuversicht."[27]

Wir wissen heute, dass Wolfskehls Zuversicht vergebens war. Nachdem er selbst noch das Ende der von ihm verkündeten Biblio-Erotik erlebt hatte, wurde er sehr bald ins italienische und neuseeländische Exil vertrieben; seine Bibliothek gelangte zunächst nach Jerusalem und wurde 1975 in Hamburg versteigert und damit verstreut.

Heute ist das Kulturgut und Gesamtkunstwerk Buch zwar nicht von einer diktatorisch auftretenden Partei bedroht, nein, die "dröhnend brutalen Zeitherren" heute heißen Computer, Digitalisierung, Internet, E-Book etc. Ähnlich wie 1932 ist aber heute die Situation der Bibliotheken, die aus Mangel an Geldern verhindert sind, ihrem öffentlichen Sammelauftrag als ihrer historischen Aufgabe nachzukommen.

Vielleicht bietet das den Bibliophilen von heute Gelegenheit, den Vorschlag Wolfskehls aufzugreifen und an Stelle der geschwächten Bibliotheken das Kunstwerk Buch als "die letzten Schatzhüter und Buchwarte" in die Zukunft zu retten? Und vielleicht erweist sich dabei sogar Wolfskehls bibliophile Theorie vom Buch als einem mystisch-geheimnisvollen Behältnis von Geschichte und Geschichten, der sich nur dem wahrhaft liebenden Biblio-Erotiker ganz erschließt, wieder als tragfähiger Ausgangspunkt? Wer weiß?

Anmerkungen

[1] Karl Wolfskehl, Gesammelte Werke. Hamburg 1960. Bd. II (=GW II), S. 516

[2] www.bibliophilie.de/index2.html

[3] Werner Muensterberger, Sammeln. Eine unbändige Leidenschaft. Frankfurt 1999. S. 31f.

[4]  Vgl. Brian Cummings, The Book as Symbol, in: The Oxford Companion to the Book. Oxford 2010. Bd. I, Seite 63f.

[5] Übersetzung vom Verfasser.

[6]  Vgl. Philip Blom, To Have and to Hold. An Intimate History of Collectors and Collections. London 2002; dt. Sammelwunder, Sammelwahn.

[7] Umberto Eco, Die Kunst der Bücherliebens. München 2009. S. 7.

[8] Berlin 1896; hier zitiert: 2. Aufl. 1898.

[9] a. a. O. Vorwort, S. IX.

[10] a.a.O. S. X.

[11] a.a.O. S. X.

[12] Rolf von Hoerschelmann, Leben ohne Alltag. Berlin 1947. S. 158.

[13] Carl Georg von Maassen, Der grundgescheute Antiquarius. Frechen 1966. S. 68f.

[14] Fritz von Herzmanovsky-Orlando, Sämtliche Werke. Bd. IV. Salzburg 1991. S. 42.

[15] GW II, 485ff.

[16] Franz Kafka, Tagebücher. Hrsg. von H.-G.Koch u. a. Frankfurt am Main 1990, S. 271ff.

[17] a.a.O.

[18] München, Wolff, 1928.

[19] GW II, S. 460 f.

[20] GW I, S. 259.

[21] GW II, S. 492f.

[22] GW II, S. 497.

[23]GW II, S. 498 f.

[24] GW II, S. 518.

[25] Elke-Vera Kotowski, Gm Mattenklon {Hrsg.) : "O dürft ich Stimme sein, das Volk zu rütten!" Leben und Werk von Karl Wolfskehl. Hildesheim 2007.

[26] GW II, 551.

[27] GW II, 555f.

Publiziert in: Erotisch-pornografische Lesestoffe. Das Geschäft mit Erotik und Pornografie im deutschen Sprachraum vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Herausgegeben von Christine Haug, Johannes Frimmel und Anke Vogel unter Mitarbeit von Theresa Lang und Franz Adam. Wiesbaden, Harrassowitz, 2015.

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