Autographen und Buecher Autographen und Buecher Autographen und Buecher Autographen und Buecher


Autographen und Buecher

 

"Die übersandten Blätter sind mir von unendlichem Werth; denn da mir die sinnliche Anschauung durchaus unentbehrlich ist, so werden mir vorzügliche Menschen durch ihre Handschrift auf eine magische Weise vergegenwärtigt."

 

Johann Wolfgang von Goethe





"Kauft's, Kauft's, oder ich schmeiß's weg!

Autographen, Dokumente, Widmungen 

Zum Jahresauftakt 2018 haben wir einen besonders umfangreichen Katalog zusammengestellt: in 275 Autographen, Dokumenten und Widmungen entfalten wir ein breites kulturhistorisches Panorama. Der Titel ist einem Almanachkupfer von 1790 entliehen, auf dem ein Devotionalienhändler ausruft: "Kauft's, kauft's, oder ich schmeiß's weg!"

Zum Wegschmeißen zu schade sind aber doch wohl Autographen der Musiker Alban Berg, J. N. Hummel, Heinrich Marschner, Felix Mendelssohn Bartholdy, Offenbach, Puccini, Ravel, Rossini, Robert Schumann, Strauss und Verdi ebenso wie von den Staatsmännern Churchill, Friedrich dem Großen und Gentz, den Malern Klee und de Chirico, den Wissenschaftlern Bloch, Otto Hahn und Lavoisier oder den Schriftstellern Benn, Fontane, Lenau, Thomas Mann und Victor Hugo. Dank der Fantasie der Schreiber bildet unser Katalog - wie der zitierte Almanach - ein "witziges und launiges Produkt", bei dessen Durchsicht wir Ihnen viel Vergnügen wünschen.

Kauft's, Kauft's ... Autographen, Dokumente, Widmungen. Katalog 173. Tutzing, Januar 2018. 100 Seiten. 276 Nummern. Illustriert.

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Aus unserem Angebot zur 57. Stuttgarter Antiquariatsmesse

Bisher unbekanntes, frühes Albumblatt G. W. F. Hegels in einem Stammbuch aus dessen Studienzeit in Tübingen, mit Bezügen zu Familie und Freundeskreis

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich, Philosoph (1770- 1831).

Eigenh. Albumblatt mit Gedicht (6 Zeilen), Widmung und U. "Hegel Stip. aus Stuttg." Tübingen, 16. IX. 1789. Qu.-8° (10,5 x 17,5 cm). 1 Seite. Umlaufender Goldschnitt. In:  Album amicorum - "Denkmale der Freundschaft." Stammbuchkassette des Tübinger Stipendiaten Schwarz aus Kirchheim am Neckar. Tübingen, Ludwigsburg, Stuttgart, Kirchheim u. a. 1789-1802. Mit Tuschfederzeichnung und Bleistiftskizze. 102 lose Blätter mit Stammbucheintragungen und umlaufendem Goldschnitt. Kassette in Buchform mit Kassetteneinschub von unten. Halbleder der Zeit mit Rückenschild, Marmorpapierbezug und "Rotschnitt". 

11.500.-

"Was ist unser Leben? Ein Hauch der nährenden Lüfte, | Die mit dem Athem uns Dauer u. Seele verleihn [...] Und wir Arme prangen mit uns, u. bilden uns hoch ein! | Die ein Athem der Luft nähret u. wieder verweht." Hegels Verse im Stammbuch des Tübinger Stipendiaten Schwarz geben mit kleinen Änderungen der Interpunktion das Gedicht "Der Hauch des Lebens" von Johann Gottfried Herder (1744-1803) wieder, das erstmals in "Zerstreute Blätter, erste Sammlung" (Gotha 1785, S. 25) im Kapitel "Blumen, aus der Griechischen Anthologie gesammlet" erschien. Darunter Hegels eigenh. Widmungszeilen: "Denken Sie hiebei an den, der es sich zur | größten Ehre rechnet, mit Ihnen bekannt worden | zu seyn, u. Ihnen hier s. Hochachtung bezeugen | zu können." - Eigenhändige Lebenszeugnisse Hegels aus so früher Zeit sind äußerst selten. Das hier vorliegende Albumblatt ist noch unveröffentlicht und war bislang unbekannt. Das einzige ähnliche Blatt (Stuttgart, 5. VII. 1788) wurde 1984 bei Stargardt (631, 591) versteigert. - Das Albumblatt ist Teil des hochinteressanten Stammbuches eines Tübinger Stipendiaten aus Hegels engstem Umfeld, der gleichzeitig mit ihm, Hölderlin und Schelling das Stift besuchte und wohl auch mit dem familiären Umkreis Hegels vertraut war und welches in eindrucksvoller Dichte eine ganz Geisteslandschaft umgreift. - Eingetragen hat sich u. a. Christoph August Klett, ein Verehrer von Hegels damals gerade einmal 17 Jahre alter Schwester Christiane, ein Freund Schellings und Hegels (vgl. Birkert S. 54 ff.). Darüber hinaus haben sich zahlreiche Kommilitonen sowohl in dem hier vorliegenden Stammbuch des Stipendiaten Schwarz, als auch in dem in der UB Tübingen befindlichen Stammbuch G. W. F. Hegels verewigt, zum Beispiel Ernst Gottlieb Bengel  (Freund Hölderlins, Theologe, 1769-1826), Christian Ludwig Bilfinger (Freund und Stammbuchbeiträger Hölderlins, später Legationsrat, 1770-1850), Eberhard Wilhelm Gottfried Burk (Freund Hölderlins, Pfarrer, 1769-1850), Elias Benjamin Burkhardt (Pfarrer, 1767-1830), Georg August Griesinger (Diplomat und Schriftsteller, Biograph von Haydn und Beethoven, 1769-1845), Bernhard Friedrich Kind (Pfarrer, 1768-1845), Immanuel Klemm (Pfarrer, 1767-1834), Johann Christian Klett (Freund Hölderlins, Mediziner, 1770-1823), Johann Christoph Mutschler (Hofrat, 1772-1847), Christian Ludwig Neuffer (Freund Hölderlins, Theologe und Dichter, 1769-1839), Gottfried Heinrich Neuffer (Pfarrer, 1768-1846), Johann Peter Christoph Roesler (Theologe, 1769-1814), Wilhelm Eberhard Ludwig Seefried (Pfarrer, 1768-1835), Karl Christian Ferdinand Sigel (Theologe, 1768-1826) und Johann Philipp Weigelin (Pfarrer, 1769-1830). - Von Hegels Maulbronner Mitschülern, die mit ihm nach Tübingen geschickt wurden, haben sich eingetragen:  Christian Wilhelm Fleischmann (1770-1839), Johann Carl Christoph Helfferich (Pfarrer, 1770-1835), Friedrich Heinrich Wolfgang Mögling (Legationsrat, 1771-1813) sowie Johann Christian Benjamin Rüm(m)elin (Freund Hölderlins, der ihm ein Gedicht ins Stammbuch schrieb, Bürgermeister, 1769-1821). Weitere Namen, meist von Tübinger Stiftlern aus Hegels und Hölderlins Umkreis,  sind (das M. steht für Magister, nicht für einen Vornamen): M. Baber, M. [Friedrich Jacob] Beck (Pfarrer, 1772-1847), M. Beurlin, M. C. E. Binder, M. Breitschwerdt (2), M. Bühler, F. Buttersack, M. Buttersack, [David Friedrich] Cleß (Dekan, 1768-1810), M. R. Dann, [Christoph Ludwig] Denk stip. (Pfarrer, 1770-1812), M. Carl Immanuel Diez (Theologe, 1766-1796), Jacob Friedrich Duttenhofer (Pfarrer, 1768-1823), M. W. Duttenhofer, M. August Heinrich Firnhaber (1767-1823), Johann Friedrich Konrad Friz stip. (Freund Hölderlins, 1769-1790), M. Gnoth, M. Gönner, M. Friedrich Wilhelm Hanser (Pfarrer, 1760-1803), M. Johann Carl Friedrich Hauff (Mathematiker und Philosoph, 1766-1846), Hildebrand, M. Hofacker, M. [Carl Gottlieb] Hoffmann, M. [Carl Friedrich?] Jaeger, M. Koch, S. Kriegelstein, M. Landenberger, Ludwig Jacob Majer (Pfarrer, 1769-1844), Mittler, Nonnenmacher, M. Riederer, M. J. C. Roller, M. Schlichter, M. Schmid, Johann August Schmid (Pfarrer, 1778-1856), M. Johann Philipp Jacob Schmid (Rektor), Johann Friedrich Schmoller (Pfarrer, 1760-1811), M. Andreas Heinrich Schott (Philosoph und Bibliothekar, 1758-1831), C. F. Schott, M. Straßer, Wider, M. Christian Friedrich Benjamin Vischer (1768-1814), M. [Magnus Friedrich] Zeller (Pfarrer, 1768-1821). Auch die bekannten Tübinger Familien Gmelin, Mohl und Knapp sind vertreten.  - Fast alle Eintragungen wurden in Tübingen in den Herbstmonaten 1789 niedergeschrieben. Zum Wintersemester 1788/89 hatte Hegel an der Universität Tübingen das Studium der Evangelischen Theologie und Philosophie aufgenommen und wurde zu dieser Zeit Mitglied im Tübinger Stift.  Einige weitere Beiträge stammen überwiegend von Damen aus Kirchheim, Ludwigsburg und Stuttgart. - Bis auf vereinzelte minimale Randschäden sehr schön erhaltenes Dokument aus Hegels früher Studienzeit. Eine Rarität.

Interesse?


26. bis 28. Januar 2018

57. Stuttgarter Antiquariatsmesse

Wer nicht bis an den Starnberger See reisen möchte (Besuche nach vorheriger Anmeldung sind gern gesehen), trifft uns zum Beispiel vom 26. bis 28. Januar 2018 auf der 57. Stuttgarter Antiquariatsmesse im Württembergischen Kunstverein. Dort zeigen wir eine Auswahl seltener und bemerkenswerter Autographen von Künstlern, Literaten, Musikern, Philosophen, Wissenschaftlern, Politikern und weiteren Personen von kulturhistorischer Bedeutung. Bei Interesse senden wir Ihnen gerne eine Freikarte. (→ E-Mail)

Halten Sie Ausschau nach unserem "Weltanschauungsobjekt"!


Achtung! Achtung! Neuigkeiten vom Starnberger See

Die Kunst des Kompositums

Donnerstag ist ein besonderer Tag. Donnerstag ist Buchhaltungstag. Donnerstag kommt Irmi und bringt die Buchhaltungsordner in Ordnung. Nur so zeigt sich der Steuerberater bereit, die Umsatzzahlen an das Finanzamt weiterzureichen, was zumeist zu einer Steuernachzahlung führt, die einen erneuten Buchungsbeleg generiert, den Irmi an einem der nächsten Donnerstage mit allen anderen Belegen aufs Neue abheftet. Was interessiert das Finanzamt Starnberg III schon die Schönheit der Briefe und Manuskripte von Thomas Mann oder Marcel Proust, wo doch ein Bewirtungsbeleg aus der Tutzinger Filmtaverne auch ein durchaus anständiges, eigenhändig signiertes Schriftstück mit gedrucktem Briefkopf darstellt? Noch dazu vorsteuerabzugsfähig. In Deutschland muss alles seine Ordnung haben, weshalb sich Antiquare mindestens einmal pro Woche mit Umsatzsteuervorauszahlungen, Gewerbesteuerpauschalen, Differenzbesteuerungen und Sozialversicherungsabgaben herumschlagen.

Keine Idee, worum es geht?

Unter → autographen.blogspot.de gibt es Aufklärung und weitere Neuigkeiten vom Starnberger See.





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