Autographen und Buecher

 

"Die übersandten Blätter sind mir von unendlichem Werth; denn da mir die sinnliche Anschauung durchaus unentbehrlich ist, so werden mir vorzügliche Menschen durch ihre Handschrift auf eine magische Weise vergegenwärtigt."

 

Johann Wolfgang von Goethe





Der Teppich des Lebens

Von und um Stefan George

"Wir verwahren uns dagegen dass diese sammlung unsrer dichter eine bestehende verdrängen soll. Hat ja die obere masse ihre geschmacklosen prachtausgaben, die untere masse ihre nicht schlechteren notausgaben" - Ankündigung zu "Deutsche Dichtung". - Der neue Sonderkatalog zeigt einige der schönsten und seltensten Bücher von und um Stefan George mit Widmungen aus dem George-Umfeld teils an Stefan George, darunter "Der Teppich des Lebens" (von Melchior Lechter Margot Ruben gewidmet), die vollständige Erstausgabe der "Deutschen Dichtung", Treuges "Huldigungen" sowie die nahezu unauffindbare Achte Folge der "Blätter für die Kunst".

Der Teppich des Lebens - Von und um Stefan George. Katalog 164B. Tutzing, Mai 2017. 15 Seiten. 35 Nummern.

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Die Handschrift der Künstler

Katalog 164. Autographen und Widmungen

Der neue Katalog stellt eine Reihe seltener Briefe und Manuskripte, teils mit Zeichnungen, von Malern, Bildhauern, Architekten und Fotografen von der Goethezeit bis zur Moderne vor. Darunter befinden sich Autographen von Paul Klee, Paul Bonatz, Walter Gropius, Marc Chagall, Giorgio de Chirico, Oskar Kokoschka, Alfred Kubin, Aristide Maillol, Wilhelm Leibl, Koloman Moser, Otto Modersohn, Olaf Gulbransson, F. A. Kaulbach (über "den Maler Klimt"), Jean-Auguste-Dominique Ingres u.v.a. Wir freuen uns mit Arnulf Rainer "wie King Kong" und wünschen viel Vergnügen!

Die Handschrift der Künstler - Maler, Bildhauer, Architekten, Fotografen. Katalog 164. Tutzing, Mai 2017. 36 Seiten. 106 Nummern. Illustriert.

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„Irgendwann werde ich wieder verlegen“

Walter Janka an Johannes von Günther. Eine kleine Geschichte der DDR in Briefen

229 Korrespondenzstücke, darunter 25 eigenh. Briefe, 29 masch. Briefe mit eigenh. U. (1 Fragment), 5 eigenh. Ansichtskarten, 4 eigenh. Weihnachtskarten von Walter Janka sowie 12 eigenh. Briefe, 9 masch. Briefe mit eigenh. U., 7 eigenh. Ansichtskarten von Lotte Janka und 2 Telegramme von Walter und Lotte Janka, darüber hinaus 1 Briefentwurf von Johannes von Guenther (Antrag auf Reiseerlaubnis für Walter Janka) und 125 Gegenbriefe von Johannes und Jasmin von Guenther (Typoskript-Durchschläge). Beiliegend einige teils undatierte Fragmente. Kleinmachnow, 13. XI. 1961 – 10. XI. 1973. Verschiedene Formate. Insgesamt über 590 Seiten.

€ 5000.-

Der Briefwechsel zwischen Walter Janka und Johannes von Guenther (1886-1973) setzt ein Jahr nach Jankas Entlassung aus dem Zuchthaus Bautzen und drei Monate nach dem Bau der Berliner Mauer ein. Walter Janka, der in der Nazizeit verhaftet worden war, dann emigrierte, im Spanischen Bürgerkrieg gekämpft und später in Mexiko den Exilverlag El Libro Libre gegründet hatte, kehrte 1947 in den Osten Deutschlands zurück und stieg 1953 zum Leiter des Aufbau-Verlages auf. Am 6. Dezember 1956 wurde er verhaftet, am 26. Juli 1957 in einem aufsehenerregenden Schauprozess "als unmittelbarer Hintermann und Teilnehmer einer konterrevolutionären Gruppe" zu fünf Jahren Haft verurteilt. Johannes von Guenther setzte sich jahrelang für ihn ein und hielt ihm auch dann noch die Treue, als Janka isoliert, sanktioniert und in Kleinmachnow von der Stasi überwacht bis 1989 auf die Rehabilitierung warten musste. Nach internationalen Protesten wurde Walter Janka am 23. Dezember 1960 zwar vorzeitig aus der Haft entlassen, stand aber, mit Berufsverbot belegt und in der Haft schwer erkrankt, vor dem Nichts. In diese Zeit fallen die Briefe, die Janka vom November 1961 bis November 1973 an Johannes von Guenther schrieb. Sie sind Teil einer umfassenden Korrespondenz, in die auch Katia und Erika Mann eingebunden waren.

Walter Jankas sehr persönliche Briefe werfen ein eindrucksvolles Licht auf seine prekäre Lage als Folge des Schauprozesses und seinen lebenslangen Kampf um Wahrheit und Anerkennung. Themen sind die alltäglichen Folgen von Verhaftung und Berufsverbot, die Hintergründe des Prozesses, das vergebliche Bemühen um ein Wiederaufnahmeverfahren, Freundschaften (Peter Huchel, Marta Feuchtwanger, Georg Lukács, die Familie Mann) und Feindschaften (der „Portokassenknabe“ Klaus Gysi, „E[rich] W[endt]“ – „Ich habe mich nie wieder mit ihm an einen Tisch gesetzt“, Wolfgang Harich), Jankas berufliche Situation sowie auf das kulturpolitische Klima in der DDR vom Aufstand in Ungarn 1956 über den Sturz Chrustchows und das Ende der Entstalinisierung, den Prager Frühling bis zur späten Phase der Ära Ulbricht, einschließlich des Mauerbaus, der Sanktionen gegen Wolf Biermann, Robert Havemann, Stefan Heym u.a. und die Ausrichtung der DDR-Verlage (z.B. in der freimütigen Kritik an der Kooperation zwischen Klaus Gysi im Aufbau Verlag und Siegfried Unseld im Suhrkamp Verlag). Es erstaunt, wie unverblümt Janka die Zustände beim Namen nennt, als ob seine Briefe weder der Zensur unterworfen gewesen wären noch er selbst unter ständiger Beobachtung gestanden hätte.

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Achtung! Achtung! Neuigkeiten vom Starnberger See

FLUCH DER KARIBIK IN TAMPICO

Die „Legende vom Ozeanpianisten“ erzählt die Geschichte des kleinen Jungen Neunzehnhundert, der im Jahr seiner Namensgebung an Bord der „Virginian“ vom Heizer Danny Boodmann gefunden und in einer kuschelig schaukelnden Wiege inmitten des Maschinenraums liebevoll großgezogen wird. So liebevoll, dass sich Neunzehnhundert zeit seines Lebens nicht von seiner Heimat – dem Ozeandampfer – trennen mag, eine Weltkarriere als Jazzpianist in den Wind schlägt und die Liebe seines Lebens über die Gangway ziehen lässt, nur um an Bord zu bleiben, wo sein Zuhause ist – so friedlich familiär, wie er es sich dort draußen nicht besser wünschen könnte. Eine Idylle wie in einem Heimatfilm der Fünfzigerjahre mit Marianne Koch in der Hauptrolle, gäbe es nicht den großen Showdown, in dem Neunzehnhundert als letzter Passagier auf der „Virginian“ lieber den Tod durch Schiffsexplosion wählt, als vom echten Leben zu kosten.

Das Leben auf See muss so schön sein. - Oder auch nicht.

An Bord des Öltankers „Irma Schindler“ war etwa zur selben Zeit auf einer ganz ähnlichen Route die Hölle los. Die „Irma Schindler“ pendelte zwischen Philadelphia und Tampico. Wer wegen der desaströsen Zustände an Bord nicht krank wurde, schlug sich krankenhausreif. Umherfliegende Ölfässer und verrutschte Ladungen waren ebenso an der Tagesordnung wie Schlägereien, Besäufnisse, Glücksspiel, Bestechung und Meuterei. Wer beim Pokern gewonnen oder durch Gaunerei an Geld gekommen war, beglückte die Damen in den billigen Hafenbordellen, das restliche Kleingeld investierte man in Rum, Schnaps und Tabak. Und in jedem Hafen, schreibt der Zahlmeister, wurden reihenweise kranke gegen frische Matrosen eingetauscht. In seinem Tagebuch notierte er ... (→ weiterlesen)

Wer hinter die Kulissen blicken möchte, findet ab sofort unter → autographen.blogspot.de Neuigkeiten vom Starnberger See.


26. bis 28. Januar 2018

57. Stuttgarter Antiquariatsmesse

Wer nicht bis an den Starnberger See reisen möchte (Besuche nach vorheriger Anmeldung sind gern gesehen), trifft uns auf den Antiquariatsmessen in Frankfurt oder in Stuttgart. Bei Interesse senden wir Ihnen gerne eine Freikarte. (→ E-Mail)

Herzlich, Ihre

Eberhard Köstler und Barbara van Benthem





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  Eberhard Köstler
Autographen & Bücher oHG
Traubinger Straße 5 (Postanschrift)
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82327 Tutzing

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