Autographen und Buecher Autographen und Buecher Autographen und Buecher Autographen und Buecher


Autographen und Buecher

Wort und Ton

"The saxophone has for many years been the victim of a popular misconception that it is 'easy to play'. This point of view might well be corrected with the addition of a single word - 'easy to play badly."

Larry Teal

 

Eberhard Köstlers Leidenschaft gilt einem Selmer Mark 6 Tenorsaxophon, diversen Querflöten und einer Bassklarinette, mit denen er in verschiedenen Jazzgruppen auftritt oder Vorträge mit eigener musikalischer Begleitung hält.  Gänzlich unbegleitet schreibt Barbara van Benthem, zum Beispiel hier → autographen.blogspot.de.


Milchwerk Jazz Ensemble

Wort und Ton für Gottes Lohn

Das Milchwerk Jazz Ensemble - vier Herren noch mittleren Alters - unternehmen den Versuch, nicht nur sich selbst, sondern auch ihr geneigtes Publikum mit einem literarischen Programm und Jazz von Qualität zu unterhalten. 

In vier bis fünf Benefizkonzerten, die jedes Jahr einem anderem Motto und Größen des Jazz gewidmet sind, haben die Herren an Bass, Saxophon und Flöte, Gitarre und Ukulele, Piano und Perücke bereits viele zehntausend Euro eingespielt, die den an Krebs erkrankten Kindern im Haunerschen Kinderspital zugute kommen. In der Saison 2016/2017 feiern die Herren mit einem "Best of" ihr zehnjähriges Bühnenjubiläum.

Programmrückblick

2007 - Karl Valentin

2008 - Italienischer Abend

2009 - Des Sängers Fluch. Balladenabend

2010 - Bekannt aus Film und Fernsehen

2011 - Loriot und George Gershwin

2012 - Wilhelm Busch und Duke Ellington

2013 - Schuld war nur der Bossa Nova, und Count Basie

2014 - Die Goldenen Zwanziger

2015 - Polt & Porter

2016 - Best of: 10 Jahre Milchwerk Jazz Ensemble

Nächster Termin:

Benefizkonzert zu Gunsten krebskranker Kinder im Dr. v. Haunerschen Kinderspital

11. März, 19 Uhr, Kaufmanns Casino, München (auf Einladung)


Zwonnerstag im Craft Bräu, Dießen

Soul Jazz mit Hardy (Eberhard) Köstler am 9. März 2017

Am 9. März 2017 präsentiert der Riederauer Kontrabassist Karsten Gnettner in der Reihe „Zwonnerstag reloaded“ im Dießener Craft Bräu: Soul Jazz im Stil von Horace Silver,  Cannonball Adderley und Bobby Timmons mit Hardy Köstler (Tenorsaxofon, Flöte, Gesang), Georg Alkofer (Gitarre, Posaune), Bernd Hess (Gitarre), Karsten Gnettner (Kontrabass).

Einlass ab 18 Uhr, Konzertbeginn 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei mit Hutsammlung.

zum Craft Bräu


Von echten und falschen Autographen - Vortrag im Weimarer Goethe- und Schillerarchiv

Musik: Eberhard Köstler (Saxophon), Andreas Buchmann (Bass)

"Immer oder doch zumindest oftmals, wenn ich Gästen ein paar Blätter aus meiner Handschriftensammlung zeige, endet ihre neugierige Ehrfurcht vor den erlauchten Schriftzügen in die Frage: 'Aber, sind Sie auch sicher, daß diese Blätter echt sind?'" 

Mit diesen Worten beginnt ein Aufsatz, den Stefan Zweig, selber einer der bedeutendsten Autographensammler aller Zeiten, 1927 erstmals veröffentlicht hat. Seine Betrachtung trägt den Titel "Von echten und falschen Autographen", und ich habe diesen Titel für meinen heutigen Vortrag dort entlehnt. Denn die Frage "Echt oder falsch?" tritt jedem, der sich mit Autographen beschäftigt, auch heute noch mit unverminderter Häufigkeit entgegen; er muss sie sich oft genug selber stellen. "Echt oder falsch?" - das ist die Frage an der sich im Autographenwesen alles entscheidet, denn nur das "Echte" hat seinen inneren, aber auch materiellen Wert, während das "Falsche" – von wenigen weiter unten erwähnten Ausnahmen einmal abgesehen – als in jeder Hinsicht wertlos in den Papierkorb der Kulturgeschichte fällt.

Die Autoritäten von Stefan Zweig bis hin zu Günther Mecklenburg in seinem 1963 erschienenen Standardwerk "Vom Autographensammeln" versuchen  zwar, uns zu beruhigen: "Tatsache ist, dass ernstzunehmende Fälschungen deutscher Autographen seit Jahrzehnten nicht mehr aufgetaucht sind. Das Wissen um jede Einzelheit aus dem Alltagsleben der Großen, die Kenntnis ihrer Handschrift in allen zeitlichen Variationen, die Stilkritik und Editionstechnik haben sich ebenso wie die optischen und chemischen Hilfsmittel zur Beurteilung des Stofflichen einer Handschrift so vervollkommnet, dass die Wahrscheinlichkeit eines Gelingens gleich Null wäre, und ein Autographenfälscher vor der unlösbaren Aufgabe stände, seinen Arbeits- und Zeitaufwand in ein angemessenes Verhältnis zum Ertrag zu bringen [...] Die Enge und Empfindlichkeit des Autographenmarktes bringen es [...] mit sich, dass ein Fälscher sehr schnell Schiffbruch erleiden würde." Ja - diese beruhigenden Worte entspringen einer Jahrzehnte langen Erfahrung mit Autographen und der Tatsache, dass es insgesamt viel mehr echte als falsche oder auch nur zweifelhafte Stücke gibt, aber es gibt sie eben doch, und in größerem zeitlichen Abstand gelingen eben doch immer wieder dort bedeutende Coups, wo geschickte Betrüger auf allzu gutgläubige Erwerber treffen. Der Glaube an die Echtheit der Autographen und ein Mangel an Skepsis sowie daraus folgender genauer Überprüfung spielen dem Kaufwilligen immer wieder einmal einen Streich. Leider fehlt bis heute eine gründliche und mit Beispielen belegte Arbeit über falsche und zweifelhafte Autographen, obgleich eine größere Anzahl von Einzelstudien durchaus eine ausreichende Grundlage dafür böte.

Dass es der Glaube an die Echtheit des Autographs - ähnlich wie der Glaube an die Echtheit einer christlichen Reliquie - ist, der nicht nur den Sinn des Käufers, sondern auch den des Händlers zuweilen vernebeln kann, dafür gibt es bereits im 19. Jahrhundert - und unvermindert bis heute - bemerkenswerte Beispiele.

→  Weiterlesen


Schön? Von echten und falschen Autographen

Vortrag von Eberhard Köstler in der Evangelischen Akademie, Tutzing, am 9. Januar 2016.


Hedwig Pringsheim: Briefe an Katia Mann 1933 bis 1941

Werkstattgespräch mit Musik: Dirk Heißerer, Eberhard Köstler, Lorenzo Petrocca

Die im Wallstein Verlag publizierte Edition der 375 Briefe Hedwig Pringsheims an ihre Tochter Katia Mann ist eine wichtige Quelle für die Forschung über die Familien Thomas Manns und seiner Schwiegermutter Hedwig Pringsheim. Von Dirk Heißerer ausgiebig kommentiert bietet sie einen Fundus höchst aufschlussreicher historischer, politischer und literarischer Hintergründe.

Musikalisch begleitet von Eberhard Köstler (Saxophon) und Lorenzo Petrocca (Gitarre) führt Dirk Heißerer im Gespräch mit Eberhard Köstler durch den Kosmos der Manns und Pringsheims, gewährt Einblick in die jahrelange Arbeit an der Briefedition und zeigt bisher unbekannte Fundstücke seiner Recherchen.


Der Antiquar lässt sich fotografieren

Porträts von Joachim W. Siener. Herausgegeben von Eberhard Köstler und Frieder Weitbrecht

1985 fand auf der Antiquariatsmesse im Württembergischen Kunstverein etwas bis dahin Unerhörtes statt: Ein professionelles Fotostudio wurde aufgebaut. Dort machte der bekannte Stuttgarter Fotograf und Sammler Joachim W. Siener in Langzeit-Belichtungstechnik großformatige Porträtaufnahmen von den Ausstellerinnen und Ausstellern. Er verfertigte Negative, nach denen in außerordentlich langer und sorgfältiger Laborarbeit großformatige Abzüge entstanden, die in ihrer bedingungslosen künstlerischen Qualität den Betrachter umso mehr ansprechen, als diese Technik heute durch das Fehlen der nötigen Materialien ausgestorben und gar nicht mehr durchführbar ist. Das Ergebnis steht in der Tradition der großen deutschen Fotoporträtisten und erinnert an die Arbeiten etwa von August Sander. Dreißig Jahre lang lag dieser Schatz in Sieners persönlichem Archiv, nun wurde er erstmals wieder anlässlich der 55. Stuttgarter Antiquariatsmesse mit einer Ausstellung und einer Publikation gewürdigt. „Der Antiquar lässt sich fotografieren“ zeigt 59 der rund hundert Originalporträts, ergänzt durch Essays von Björn Biester und Wulf D. von Lucius.

Sieners Porträts sind von hoher künstlerischer Qualität und zugleich eine einzigartige Momentaufnahme aus 55 Jahren Messegeschichte, nein mehr noch: Sie schlagen mit den Mitteln der fotografischen Dokumentation ein zentrales, doch bis dato weitgehend unbeachtetes Kapitel in der Geschichte des Antiquariatsbuchhandels in Deutschland nach 1945 auf. Für den Betrachtenden ist es eine fotografische Zeitreise, eine Begegnung mit schon fast vergessenen Kollegen, aber auch mit vielen heutigen Antiquaren und Ausstellern in Stuttgart, die damals noch am Beginn ihrer Karriere standen – oder gar mit sich selbst.

Der Antiquar lässt sich fotografieren. Porträts von Joachim W. Siener. Herausgegeben von Eberhard Köstler und Frieder Weitbrecht. Mit Beiträgen von Björn Biester, Wulf D. von Lucius und Joachim W. Siener. Verband Deutscher Antiquare e. V. 2016. 160 Seiten. Mit 59 Porträttafeln und einigen Abbildungen.

Bibliophile Neuausgabe, typographisch gestaltet von Friedrich Pfäfflin.

25 € (inklusive Versand) . ISBN: 978–3–9815734–4–4

→  Bestellung

»Höchstpreise« für Antiquare. Rückblick auf einen "höchstvergnüglichen Abend" mit Vernissage, Musik von Eberhard Köstler und Lorenzo Petrocca und einer Benefiz-Auktion, bei der "der als Auktionator fungierende Eberhard Köstler seinen kabarettistischen Talenten freien Lauf" ließ.


Max Ziegerts Schattenrisse deutscher Antiquare

Neu herausgegeben von Reinhard Wittmann, Eberhard Köstler und Barbara van Benthem

... „Der lange schöne Ludolph, der stets in schwarzem Anzug und Zylinder ging“ ... „Dr. Friedländer, ein kleiner lebhafter Herr, eine Stargardt sehr verwandte Erscheinung mit weißem kurzen Vollbart, goldener Brille und türkischem Fez“ … Jacques Rosenthal, „in seiner Jugend feurig und schwarzlockig, ein wenig der schöne Mann, unermüdlich In- und Ausland bereisend, bildete er eine wünschenswerte Ergänzung des älteren Bruders“ … „Ich habe diese persönliche Macht der Suggestion nur noch in gleichem Maße gefunden bei Karl W. Hiersemann“ … Völker „ hatte so das Aussehen eines katholischen Geistlichen, daß es vorkam, daß katholische Kinder ihm die Hand küßten, in der Meinung, Hochwürden begegnet zu sein“ … Hirsch „fesselt sein Publikum durch seine liebenswürdige und stets hilfsbereite Persönlichkeit … in Berlin, Wien, Paris ist er zu Hause, wie am Münchener Dult-Platz – man muß ihm gut sein“ … „Ich erinnere mich, daß ich (Stargardt) einmal in vergeblichem Kampfe mit einer Katzenmutter fand, die sich auf einem Stoß Folianten häuslich niedergelassen hatte und ihre ganz Kleinen verteidigte“ …

Max Ziegert, 1852 im sächsischen Eilenburg geboren, absolvierte eine Lehre bei J. A. Stargardt und arbeitete bei Ludwig Rosenthal in München, bevor er 1899 sein eigenes Geschäft in Frankfurt in der Hochstraße 3 gründete. Dort pflegte er nicht nur mittags mit seinem prominenten Gegenüber Simon Leopold Baer (Firma J. A. Baer) spazieren zu gehen, er ging auch in den europäischen Antiquariaten und Auktionshäusern von Berlin bis München, Dresden, Köln, Leipzig, Paris und London ein und aus. Mit scharfem Blick und ironischer Feder „silhouettierte“ er dabei seine Kollegen. Auf diese Weise entstand das Porträt einer ganzen Generation von Antiquaren, Kunst- und Autographenhändlern an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, das 1916 als Sonderdruck und in loser Folge im "Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel" erschien. Nun liegen die "Schattenrisse" in einer kommentierten Neuausgabe mit einem Nachwort von Reinhard Wittmann vor - ergänzt durch briefliche Reaktionen der „Silhouettierten“ und Auszügen aus Ziegerts weiteren, heute kaum mehr zugänglichen Artikeln, in denen dieser berühmte wie fast vergessene Größen des Antiquariatsbuchhandels besucht und auch den Antiquarinnen, die man damals noch „Fräulein“ nannte, seine „Reverenz“ erweist.

Max Ziegert, Schattenrisse deutscher Antiquare. Persönliche Erinnerungen aus den Jahren 1870 bis 1915. Neu herausgegeben von Reinhard Wittmann, Eberhard Köstler und Barbara van Benthem. Verband Deutscher Antiquare e.V., 2009. Mit zahlreichen Abbildungen. 

Bibliophile Neuausgabe, typographisch gestaltet von Friedrich Pfäfflin, zum 60. Jubiläum des Verbandes Deutscher Antiquare am 10. Juni 2009. Hundert signierte Exemplare wurden der Gesellschaft der Bibliophilen anlässlich der Bibliophilen-Tage 2009 gestiftet.

20 € (inklusive Versand) . ISBN: 978–3–9812223–3–3


Aus der Blütezeit der Münchner Bibliophilie

Eberhard Köstler

Büchern bin ich zugeschworen,
Bücher bilden meine Welt.
Bin an Bücher ganz verloren,
Bin von Büchern rings umstellt.

Zärter noch als Mädchenwangen
Streichl’ ich ein geliebtes Buch,
Atme bebend vor Verlangen
Echten Pergamentgeruch.

Inkunabeln, Erstausgaben,
Sonder-, Luxus-, Einzeldruck:
Alles, alles möcht ich haben -
Nicht zum Lesen, bloss zum Guck!

Bücher sprechen ungelesen -
Seit ich gut mit Büchern stand,
Weiss ich ihr geheimstes Wesen:
Welch ein Band knüpft mancher Band!

Bücher, Bücher, Bücher, Bücher
Meines Lebens Brot und Wein!
Hüllt einst nicht in Leichentücher
Schlagt mich in van Geldern ein!2

Ja, auch Bibliophile haben ihre »Hymne«. Karl Wolfskehl (1869–1948) hat sie 1930 gedichtet und sie ist – laut Spielanweisung – auf die Melodie des Deutschlandliedes zu singen.

Als dieses Lied zum ersten Male, »aus voller Wolfs-Kehle«, wie der Erstdruck vermerkt, gesungen wurde – es war auf der Jahresversammlung der Gesellschaft der Münchner Bücherfreunde am 5. April 1930 im Hotel Vier Jahreszeiten und der Text lag dort als Einblattdruck aus – da war das nicht nur der Höhepunkt, sondern zugleich bereits auch schon der Abgesang auf die Blütezeit der Münchner Bibliophilie. Die Illustration des seltenen Gelegenheitsdruckes, die Karl Arnold zu diesem Chor der Bücherwürmer von Wolfskehl beigesteuert hatte, spricht für sich. Sie heißt Fortschritt der Technik und zeigt »Carl Georg von Maassen, von Büchern begraben, von denen ein magerer Pegasus futtert. Im Hintergrund Fabrikschornsteine«.3

Und in der Tat: schon bald wurden in Deutschland ganz andere Lieder gesungen, als dieses freundliche, scherzhafte und liebevolle. Sein Dichter, der beinahe »blinde Seher« Wolfskehl wurde zunächst ins Schweizer und italienische, bald darauf gar ins neuseeländische Exil vertrieben, während seine geliebte Büchersammlung nach Palästina wanderte, um dort zunächst Teil der Bibliothek von Salman Schocken zu werden.

Aber wie hatte das alles angefangen, was nun so rasch und so unwiederbringlich zu Ende gehen sollte?

→  Weiterlesen


Publikationen

Publikationsliste auf Anfrage.





Adresse

  Eberhard Köstler
Autographen & Bücher oHG
Traubinger Straße 5 (Postanschrift)
Kirchenstraße 8 (Ladenanschrift)
82327 Tutzing

  +49 (0)8158 . 3658
  +49 (0)8158 . 3666

  info(at)autographs.de
vanbenthem(at)autographs.de

  www.autographs.de

Kontakt

Inhaber:
Eberhard Köstler und Dr. Barbara van Benthem

USt.-Nr.: DE 3012 10036
HRA 104084

Copyright 2016

Impressum

Facebook . Twitter . Instagram . Blog





    

Mitglied im Verband Deutscher Antiquare e.V. und in der International League of Antiquarian Booksellers (ILAB).